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Podcastplanung

So findest du die passende Strategie für deinen eigenen Podcast

22. September 2020

Vor ein paar Wochen hieß es “Bye bye Homeoffice” für mich! Nach 5,5 Monaten durfte ich mein lieb gewonnenes Homeoffice auflösen und den Arbeitsrechner und meine Unterlagen zurück ins Büro umziehen. (*schnüff*)

Ein paar von euch wissen bereits, dass ich hauptberuflich als Redaktionsassistentin bei einem Fachzeitungsverlag angestellt bin und meiner Selbstständigkeit bisher nebenberuflich nachgehe.

Durch die Fahrtzeit zum Büro habe ich nun (wieder) 2 Stunden am Tag, die mir “wegfallen”, die ich nicht in der Form nutzen kann, wie ich das gerne würde. Ich darf mich umorganisieren. Prioritäten anders setzen. Umdenken. Umplanen. Termine verlegen. Dinge weglassen, die aktuell nicht brennen.

Und da sind wir auch schon mittendrin im Thema: Struktur

Struktur ist einfach meins. Deins auch? ❤

Struktur schaffen und einhalten darf – und soll sogar – Spaß machen. Denn wenn du Spaß bei der Sache hast, bist du auch eher motiviert dran zu bleiben. Logisch, oder? Wir tun schließlich alle nicht gern Dinge, die uns keinen Spaß bereiten.

Gerade wenn du denkst “Das brauche ich nicht.” – genau dann solltest du unbedingt dranbleiben und weiterlesen.

Wie sieht deine Podcast-Strategie aus?

Moment, was? Strategie? – Klar, wenn du deinen Podcast professionell betreiben willst und er nicht dein Hobby darstellt, sollte eine Strategie dahinter stehen.

“Wie sieht deine Podcast-Strategie aus?” ist wieder so eine Frage, die sich aus ganz vielen anderen Entscheidungen zusammensetzt und nicht mit einem einzigen Satz beantwortet werden kann.

• Welchen Veröffentlichungstag wählst du?
• Welchen Veröffentlichungsrhythmus suchst du dir aus?
• Wo wird dein Podcast beworben & wie?
• Wie soll die inhaltliche Struktur aussehen?
• Welches Podcast-Konzept hast du?
• Wo nimmst du deine Podcastfolgen auf?
• Wie findest du Themen?
• Woher kommen deine Interviewgäste?
• Möchtest du die Podcastfolgen in Episoden oder Staffeln produzieren?
• Wie organisierst du dich selbst?
• Willst du deinen Podcast monetarisieren? Wenn ja, wie?
• Wie baust du deine Community auf und beziehst sie ein?

Auf all diese Fragen gehe ich in im folgenden Text näher ein, gebe konkrete Umsetzungs-Tipps mit an die Hand und spreche viel aus eigener Erfahrung.

In 4 Jahren Instagram und 3 Jahren Bloggen habe ich einiges ausprobiert, manches hat für mich funktioniert – anderes nicht. Für jeden funktioniert etwas anderes. Was für mich funktioniert, muss noch lange nicht für dich funktionieren.

Und das ist auch vollkommen okay.

Meine Aufgabe sehe ich darin, dir möglichst viel Wissen mit auf den Weg zu geben, damit du deine eigene Struktur schaffen kannst. Ansonsten finden wir sie im gemeinsamen Gespräch. 💪🏻

Kreativität und Struktur schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Meine Strukturen sind so flexibel, dass meine Kreativität Platz hat. Wie das konkret aussieht, das erfährst du hier.

Welchen Veröffentlichungstag wählst du?

Montag, Freitag oder doch lieber Sonntag? – In Sachen Podcast-Strategie sind ein paar Entscheidungen zu treffen. Fangen wir an mit: An welchem Tag veröffentlichst du deine Podcastfolgen? Veröffentlichst du regelmäßig?

Ich kenne Podcasts, die beides nutzen – feste und flexible Veröffentlichungstage. Es sind durchaus Mischformen denkbar und machbar.

Lass uns jedoch der Einfachheit halber davon ausgehen, dass du bei wöchentlicher Produktion EINEN festen Veröffentlichungstag aussuchen möchtest, um deinen Hörern Sicherheit zu geben und Vertrauen aufzubauen. Welcher Tag wäre es?

• Welcher Tag ist für dich regelmäßig machbar?
• Welcher Tag macht Sinn – auch in Bezug auf deine potentiellen Hörer?
• Wie sehen deine Lebensumstände aktuell aus?

Die Wahl des Veröffentlichungstages hängt auch davon ab, worum es thematisch in deinem Podcast geht und was deine Intention dahinter ist.

Motivierst du deine Zuhörer etwas zu tun? Oder lassen sich deine Podcastfolgen im Auto/ÖPNV auf dem Weg zur Arbeit locker nebenbei hören?

• Wie tief gehst du thematisch gesehen rein?
• Wo holst du die Menschen ab?

Was hast du dir ausgemalt: Wann und wo sollen deine Podcastfolgen gehört werden? Morgens auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause, abends zum Entspannen nach der Arbeit? Oder vielleicht etwas ganz anderes?

Es gibt unzählige Möglichkeiten, aber …

Es gibt kein One Fits All!

Es geht um eine Entscheidung: Lege einen Tag fest und schau wie du damit zurecht kommst. Diese Entscheidung ist jedoch nicht in Stein gemeißelt. Wenn du nach ein paar Wochen merkst: “Eigentlich passt mir Sonntag viel besser als Donnerstag.” – dann ändere deinen Veröffentlichungstag.

Das solltest du natürlich nicht zu oft tun und nur dann, wenn du dir ganz sicher bist, dass du dem geänderten Tag auch über einen längeren Zeitraum treu bleiben kannst.

Welchen Veröffentlichungsrhythmus suchst du dir aus?

Bereits vor der Veröffentlichung bist du schon fertig mit Aufnehmen, Schneiden und dem Schreiben der Shownotes und kannst dich somit entspannt aufs Marketing fokussieren. – wie hört sich das für dich an?

Der passende Veröffentlichungsrhythmus gibt dir genau diese Freiheit. Welchen wählst du für dich?

Um diesen für dich zu finden, möchte ich heute ein paar Fragen mit dir teilen, die dir dabei helfen können:

• Was sind deine einzelnen Arbeitsschritte?
• Wie viel Zeit benötigst du für die einzelnen Arbeitsschritte?
• Welcher Veröffentlichungsrhythmus ist locker für dich machbar?
• Wie lange sind deine Folgen?
• Möchtest du deinen Hörern Zeit zum Nacharbeiten geben?
• Wie tief gehst du rein in die Themen?
• Welchen Content bringst du ergänzend raus?
• Wie organisierst du dich selbst bei der Content-Erstellung?
• Wie viel Zeit & Raum möchtest du dem Ganzen geben?
• Kannst du es dir leisten jede Woche eine Folge zu veröffentlichen?
• Möchtest du deinen Podcast monetarisieren?
• Welche zeitlichen Abstände sind für dein Thema sinnvoll und passend?

Auch bei diesem Thema gilt: Deine Entscheidung ist nicht in Stein gemeißelt. Bitte probiere aus, was für dich passt und ändere den Veröffentlichungsrhythmus, wenn du ihn regelmäßig nicht halten kannst.

Einen Podcast an einem bestimmten Tag zu veröffentlichen, ist ein Versprechen an deine Hörer.

Wo wird dein Podcast beworben & wie?

Über die obige Frage solltest du dir im besten Falle schon vor Veröffentlichung deines Podcasts Gedanken machen. Denn Marketingmaßnahmen gehören genauso eingeplant, wie die inhaltlichen Schwerpunkte. Den Podcast rauszubringen, dich anschließend zurückzulehnen und zu hoffen, dass er gefunden wird, funktioniert nur bedingt. Natürlich ist auch Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Podcasts relevant – vor allem für diejenigen, die eine eigene Website für ihren Podcast betreiben.

Jedoch gibt es zahlreiche weitere Wege, die für die Bewerbung deines Podcasts genutzt werden können – und sollten:

Podcaste und rede darüber

Wenn du einen inhaltlich wertvollen und wundervollen Podcast hast, dann rede bitte darüber was du machst und für wen du es machst. Rede über die Inhalte, denn diese können anderen weiterhelfen. Manchmal wissen wir gar nicht, wem wir alles weiterhelfen können. Manchmal ist es nur dieser eine Satz, der direkt ins Herz des Zuhörers trifft und wodurch er sein komplettes Leben umkrempelt. Je nach Thema natürlich. Nimm die Leute mit in deine Podcast-Inhalte, ohne jedoch zu viel vorweg zu nehmen. Mach deine (potentiellen) Hörer neugierig.

Nutze Audiogramme

Neugierig machen kannst du z.B. durch Audiogramme, kurze Audio-Sequenzen direkt aus deinem Podcast. Die Wahl des Audio-Schnipsels ist noch einmal eine ganz andere Frage. Empfehlen möchte ich dir an dieser Stelle: Wähle die Stelle aus, die jeder hören soll – unabhängig davon, ob derjenige deinen Podcast tatsächlich hört. Wenn du sagst: “Du musst den Podcast nicht hören, damit bin ich fein – aber diese eine Stelle die sollte jeder hören” – dann ist es die richtige Stelle.

Erstellen kannst du diese Audiogramme ganz leicht mit Hilfe von Headliner (als Desktop-Variante und App verfügbar).

Gehe Kooperationen ein

Damit ist nicht gemeint potentielle Kunden bei der Konkurrenz abzuwerben, sondern dich mit denjenigen zusammen zu schließen, die dieselbe Zielgruppe haben, aber einen anderen Bereich abdecken, sogenannte Zielgruppenbesitzpartner. Meine Zielgruppe sind beispielsweise Coaches und Selbstständige, die einen Podcast starten möchten um ihr Thema nach draußen zu bringen. Frage dich: Wer hat noch diese Zielgruppe? Bietet vielleicht jemand Seminare in genau diesem Bereich an oder Ausbildungen? Schließe dich mit genau diesen Menschen zusammen – es ist unfassbar wertvoll.

Zeige dich

Immer wieder bekomme ich mit, dass es sich einige Podcaster einfach machen und ein statisches Bild als Ankündigung veröffentlichen. Sie zeigen sich nicht als Person dahinter. Das kann funktionieren – muss aber nicht. Viel leichter kannst du das Vertrauen deiner Hörerschaft gewinnen, wenn du dich regelmäßig als Person zeigst – und zwar so wie du bist.

Du solltest außerdem beim Medium Podcast immer bedenken, dass – egal wo du deinen Podcast bewirbst (ob Social Media, Newsletter oder einer anderen Möglichkeit) – die Leute immer die Plattform verlassen müssen, um deinen Podcast anzuhören. Das kann per se schon einmal eine Hürde sein, die es zu meistern gilt.

Die beste Werbung sind begeisterte Hörer.

Die nächste Frage ist: WO bewirbst du deinen Podcast? Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  • Social Media
  • Newsletter
  • Netzwerkplattformen

Welche ist deine Wahl? Womit fühlst du dich besonders wohl? Wo hält sich deine Zielgruppe auf?

Wie soll die inhaltliche Struktur aussehen?

Was kommt zuerst – die Musik oder der Teaser? Wie lang ist die Intro-Musik? Wie lange soll dein Teaser maximal sein? Wann setzt die Musik wieder ein? – vermutlich hast auch du schon verschiedene Möglichkeiten entdeckt, wenn du bereits verschiedene Podcasts angehört hast.

Aber nicht nur der Aufbau deines Podcasts ist Teil deiner Strategie, sondern auch die Inhalte wollen strukturiert werden. Deine Hörer werden es merken, wenn du keinen roten Faden verfolgst und gleichzeitig kein geübter Podcaster bist. Denn dann sind auch die Folgen Kraut und Rüben und im besten Fall kannst du die Folge noch einmal aufnehmen. Ist mir übrigens auch schon passiert. Das war eine Erfahrung, die mich für die Zukunft eines Besseren belehrt hat.

Du kannst dich beispielsweise auch an der Struktur orientieren, die viele geschriebene Texte haben: Einleitung – Hauptteil – Schluss

Auf jeden Fall schadet es nicht, sich an dieser Stelle auch mit dem Thema Storytelling zu beschäftigen. Gerade als Podcaster. Wie baust du den Spannungsbogen so auf, dass die Hörer auch dranbleiben – und im besten Falle wiederkommen?

Welches Podcast-Konzept hast du?

Das Podcast-Konzept wirft vor allem die Frage auf: Welche Formate möchtest du in deinem Podcast nutzen?

Veröffentlichst du nur Solo-Folgen? Wie sieht es mit Interviews aus? Oder vielleicht etwas ganz anders – Reportage z.B.?

Die Antwort hierauf hängt auch von deinen Zielen, die du mit deinem Podcast erreichen willst, ab. Hast du vor, dir einen Experten-Status aufzubauen? Dann lege den Schwerpunkt eher nicht auf Interview-Folgen. Denn damit bietest du anderen eine Bühne, in diesem Falle sind deine Interview-Gäste die Experten. Und nicht du.

Folgende Podcast Formate gibt es:

– Corporate Podcast
– Co-Host Podcast
– Fiction Podcast
– Interview Podcast
– Nachrichten Podcast
– Panel Diskussion
– Reportage Podcast
– Solo Podcast
– Storytelling Podcast
– Wissensvermittlung
– Sonderformen/Mischformen

Welches Podcast-Format klingt nach dir? Wofür hast du dich entschieden? Auch diese Entscheidung ist übrigens nicht in Stein gemeißelt. Eine Umstellung ist jederzeit möglich – allerdings kann es sein, dass deine Community anders reagiert, als gedacht. Die meisten Menschen reagieren extrem auf Veränderung – positiv wie negativ. Das hängt mit unserem sogenannten Reptilienhirn zusammen und ist übrigens vollkommen normal.

Wichtig finde ich vor allem, dass der Podcast einen bestimmten Mehrwert bietet. Was möchtest du deinen Hörern mitgeben und welches Format eignet sich hierfür? Wie kannst du dein Thema am besten präsentieren?

Wo nimmst du deine Podcastfolgen auf?

Hast du einen festen Platz wo du deine Podcastfolgen aufnimmst in deiner Wohnung? Wie ist dieser Platz ausgestattet? In welchem Zimmer bist du dafür? Hat dein Podcast einen festen Platz in deinem Leben/deiner Wohnung? Oder schleppst du dein Equipment von Platz zu Platz? Wie organisierst du dich was diesen Punkt angeht?

Ich selbst kann einen festen Platz nur empfehlen. Schaffe dir bewusst Platz dafür – und zwar am besten bevor du das Equipment anschaffst bzw. aufstellst. Räume einen bereits vorhandenen Tisch frei oder nutze einen neuen Tisch – ganz wie es dir gefällt. Dieser feste Podcasting-Platz signalisiert nicht nur deinem Unterbewusstsein, dass du es ernst meinst, sondern auch, dass das ab sofort ein fester Bestandteil deines Lebens sein wird. Außerdem machst du es dir auf diese Art leicht spontan Podcastfolgen aufzuzeichnen. Wenn du jedes Mal dein komplettes Equipment aufbauen musst, vielleicht sogar noch mit Softboxen, dann kann das ziemlich schnell für Frustration sorgen.

Mach’s dir so einfach wie möglich anzufangen. Halte auch das Equipment, deine technische Ausstattung, auf das Nötigste reduziert. Wenn Podcasting zu viel Aufwand ist, kann es ziemlich schnell passieren, dass der Spaß daran flöten geht.

Wie findest du Themen?

Nicht jeder sprudelt vor Ideen. Schon gar nicht immer. Hast du dir schon Gedanken gemacht, woher deine Themenideen für deinen Podcast kommen? Wer oder was inspiriert dich?

Ich für meinen Teil bin zwar ein sehr kreativer Mensch und helfe auch gerne anderen dabei, Themen zu finden – jedoch weiß ich, dass genau damit eben viele ein Thema haben. Nicht jeder hat diese Kreativität und sprudelt vor Ideen. Für den Anfang empfehle ich daher immer: Stelle dir vor du würdest mit dem Thema gerade erst anfangen. Gehe den Weg in Gedanken ganz genau durch – welche Fragen hättest du? Welche Fragen stellen dir Freunde/Bekannte/Follower? Welche Fragen liest du vielleicht auch bei anderen die du selbst beantworten kannst bei dir?

Das bedeutet nicht, dass du die Inhalte der anderen 1:1 abkupfern sollst, sondern lerne dadurch etwas über die Bedürfnisse deiner Zielgruppe. Wenn du die Bedürfnisse kennst, hast du automatisch eine ganze Menge Anhaltspunkte die du für dich und deine Inhalte nutzen kannst.

Wenn dir das immer noch nicht reicht, kannst du immer noch Tools wie beispielsweise Answer The Public nutzen. Dort gibst du ein Stichwort ein, das mit deinem Thema zu tun hat und erhältst eine ganze Menge Anregungen, die du für die Erstellung deines Contents verwenden kannst.

Eine simple Google-Suche kann hier auf jeden Fall auch hilfreich sein. Gib dazu dein Thema in der Suchleiste ein und schaue, welche Fragen andere bereits dazu gestellt haben. Diese Fragen beantwortest du dann mit deiner eigenen Expertise, deiner eigenen Erfahrung, deinen eigenen Worten.

Für mich ist es unvorstellbar, dass mir irgendwann die Themen ausgehen. Ich habe vor einiger Zeit eine Ideen-Liste angelegt und pflege diese ständig. Sobald ich einen neuen Gedanken habe, auch wenn er noch so abwegig erscheint – ich schreibe ihn auf. Aussortieren kann ich hinterher immer noch. Zur Organisation meiner Ideen nutze ich überwiegend Trello oder mein physisches Ideenbuch (manche Ideen habe ich gern auf Papier vor mir). Für mich sind meine kreativen Ergüsse so wertvoll, dass ich ihnen gerne diesen Platz gebe.

Wie wäre es, wenn du dir auch eine solche Liste anlegst?

Meine eigene Inspiration ziehe ich beispielsweise aus allem, was mich umgibt: Podcasts, Büchern, Filmen, Serien, Gespräche mit Freunden/Familie/Bekannten/Kollegen, Alltagssituationen. Diese Dinge kann ich auf meine Themen übertragen. Es wird auf meinem Instagram-Account beispielsweise auch noch ein Beitrag folgen was Podcasten mit Backen zu tun hat. Es gibt quasi nichts, was mich nicht inspirieren könnte. Ich für meinen Teil bin einfach offen dafür und gehe mit offenen Augen und Ohren durch mein Leben. Die Inspirationen finden den Weg zu mir, immer.

Worüber kann ich sprechen? – Stelle dir diese Frage und lasse anschließend los, dass du direkt eine Antwort finden musst. Lass die Antworten zu dir kommen.

Woher kommen deine Interviewgäste?

Zuerst wäre wohl die Frage sinnvoll: Hast du Interview-Gäste in deinem Podcast? Wenn ja, wo findest du diese? Es gibt so ein paar Menschen, die gefühlt durch jeden Podcast tingeln. Kommt natürlich auch immer aufs Thema an.

Eine gute Anlaufstelle sind Facebook-Gruppen. Hier habe ich auch schon Kontakt zu der einen oder anderen Podcasterin geknüpft und  Podcast-Interviews geben dürfen. Gibt es dort Gruppen, die für dich themenrelevant sind? Oder bewusst themenfremd, um jemanden mit einer ganz anderen Sichtweise ins Gespräch einzuladen? Bevor du dich auf die Suche machst, solltest du eine ungefähre Richtung festlegen wen du suchst. Dann kannst du – wenn das mit den Gruppenregeln übereinstimmt – auch gezielt Suchanfragen platzieren.

Eine tolle Möglichkeit sowohl Interview-Gäste zu finden, als auch den eigenen Podcast zu bewerben, als auch Sponsoren zu finden – ist übrigens HalloPodcaster.de. Dort hast du zahlreiche Möglichkeiten. Und kannst nebenbei bemerkt – auch großartige Podcasts entdecken.

Wen hättest du gerne im Interview? Für viele ist ein eigener Podcast ein super Vorwand genau diejenigen Leute gezielt anzusprechen, die sie im Podcastinterview haben wollen. Wenn du es dir aussuchen könntest – wer wäre es?

Ich vermute die wenigsten lehnen eine solche Anfrage nach einem Podcastinterview ab, weil sie sich doch irgendwie geschmeichelt und geehrt fühlen. Ich selbst habe das tatsächlich erst ein einziges Mal getan – weil der Podcast nicht zu meinen Werten und Überzeugungen gepasst hat. Das hätte zwar durchaus interessant werden können, ich habe mich jedoch bewusst dagegen entschieden.

Mit wem wolltest du schon immer mal sprechen? Ich kann immer wieder nur empfehlen: Netzwerken ist das A&O. Bau dir ein Netzwerk auf, bevor du es brauchst.

Möchtest du die Podcastfolgen in Episoden oder Staffeln produzieren?

Auch das ist wieder eine Entscheidung, die am besten vor Start des Podcasts getroffen wird. Hast du genug Themen, Zeit und Energie um dauerhaft einen Podcast aufrecht zu erhalten? Dann sind Episoden sicherlich eine gute Wahl.

Gibt dein Thema eher Staffeln her? D.h. du produzierst eine bestimmte (von dir festgelegte) Anzahl von Podcast-Episoden und hast anschließend eine Pause – bis die nächste Podcast-Staffel folgt.

Staffeln sehe ich tatsächlich eher themenspezifisch, z.B. könntest du 12 oder 24 Folgen über verschiedene Aspekte eines Themas machen. Episoden sind da wesentlich flexibler, weil du quasi für jede Folge neu entscheiden kannst welches Thema du behandelst. Es sei denn du arbeitest mit Themenschwerpunkten. Das ist durchaus auch ein interessantes Konzept.

Der größte Unterschied zwischen Episoden und Staffeln ist tatsächlich die Pause, die dazwischen liegt. Staffeln geben den einzelnen Episoden darin außerdem einen Rahmen. Staffeln sind jedoch thematisch i.d.R. in sich abgeschlossen.

Für Staffeln lässt sich wesentlich leichter vorproduzieren und planen. Episoden finden das ganze Jahr über statt und sind somit etwas, was dich in deinem Alltag dauerhaft begleitet.

Wie organisierst du dich selbst?

Podcast-Aufnahme zwischen Tür und Angel? Für manche ein No-Go, für andere genau das Richtige. Was denkst du kommt hier für dich in Frage? Bist du der Typ Mensch, der etwas (oder auch etwas mehr) Druck benötigt um zu funktionieren? Oder brauchst du – wie ich – Freiraum und bist eher überpünktlich?

Macht es für dich Sinn, ähnliche Arbeitsschritte zu bündeln? Beispielsweise könntest du dir einen Tag aussuchen, an dem du X Podcastfolgen vorbereitest (aufnimmst, schneidest, den Ton optimierst, Shownotes schreibst etc.). Ich nenne dieses Konzept “Fokus Tag”. Du kannst aber natürlich auch einzelne Stunden für dich blocken, in denen du dich dem Thema widmest.

Wichtig finde ich persönlich immer, dass deine Struktur für dich funktioniert. Diese muss für niemand anderen Sinn ergeben, außer für dich. Wenn es dein Ding ist, 5 Minuten vor Veröffentlichung in Hektik zu verfallen, weil du noch keine Shownotes hast – do it. Niemand außer dir muss deine Struktur verstehen.

Ich persönlich rate immer dazu, eine Struktur zu schaffen, die dich nicht überfordert. Eine Struktur, die dir genug Freiraum für Unvorhergesehenes lässt (Stromausfall, kein Internet, Mikrofon kaputt etc.). Es gibt einfach Dinge, auf die wir nur begrenzt Einfluss nehmen können. Von daher schadet es nicht, eine gewisse Zeit als Puffer zu haben.

Eine weitere wichtige Frage ist auch: Wann bist du persönlich in der richtigen Energie für deine Podcastaufnahme? Nimmst du auf, obwohl du schlecht gelaunt bist? Davon im Speziellen kann ich übrigens nur abraten. Egal wie sehr du versuchst das zu überspielen, es wird beim Hörer ankommen. Vielleicht nicht bewusst, aber auf jeden Fall unbewusst. Aber es geht nicht nur um schlechte bzw. gute Laune, sondern auch Inspiration, Müdigkeit, Kraft und Produktivität. Wann bist du besonders produktiv? Welche Tageszeit eignet sich für dich am besten um deinen Podcast aufzuzeichnen?

Willst du deinen Podcast monetarisieren? Wenn ja, wie?

Möchtest du mit deinem Podcast Geld verdienen? Vielleicht fragst du dich jetzt, wie das gehen kann. Das braucht oft Zeit, bis es anläuft. Und dann kommt es auch darauf an, wie du deinen Podcast monetarisierst.

Es gibt im Wesentlichen drei verschiedene Möglichkeiten:

  • Verkaufst du eigene Produkte?
  • Nutzt du Affiliate Marketing?
  • Arbeitest du mit Sponsoren zusammen?

Welchen Weg wählst du für dich und deinen Podcast? Der einfachste Weg ist wohl der, eigene Produkte oder Dienstleistung anzubieten. Was möchtest du damit erreichen? Es bringt übrigens nur wenig, das Produkt oder die Dienstleistung nur in die Shownotes zu packen – weise unbedingt in der Podcastfolge darauf hin und erzähle was du machst. Viele lesen die Shownotes nämlich nicht. Höre ich immer wieder aus den Gesprächen heraus.

Bei Affiliate Marketing nutzt du Produkte oder Dienstleistungen von anderen und verdienst durch die Platzierung und aktive Bewerbung des Angebotes Geld. Zumindest, wenn die Hörer auch über deinen Link die Produkte oder Dienstleistung in Anspruch nehmen. Welche Produkte und Dienstleistungen passen zu dir und deinem Podcast? Welche Produkte oder Dienstleistungen ergänzen deinen Podcast? Oder möchtest du vielleicht Affiliate sein für die Produkte deiner Interview-Gäste?

Sponsoren kannst du, wie bereits erwähnt, u.a. bei HalloPodcaster.de finden – oder dich als Experte oder deinen Podcast dort finden lassen. Es gibt viele Firmen, die sich genau auf dieses Thema spezialisiert haben, eine davon ist z.B. Audionatives. Bei einer Zusammenarbeit mit Sponsoren werden i.d.R. Audio-Werbeschnipsel taktisch sinnvoll in deinem Podcast eingeblendet. Das Vertrauen zur angebotenen Leistung ist hierbei wesentlich größer, wenn du selbst die Werbung einsprichst. Wichtig ist jedoch, dass du den Werbeschnipsel von deinen eigentlichen Inhalten abhebst. Das kannst du u.a. dadurch, dass du Musik leise im Hintergrund einspielst oder einen anderen hörbaren Trenner nutzt.

Wie baust du deine Community auf und beziehst sie ein?

Auch wenn ich über dieses Thema ganze Bücher schreiben könnte und auch bereits eine eigene Podcast-Kolumne speziell für dieses Thema geschrieben habe möchte ich es auch hier nicht außen vor lassen.

Wie ist deine Strategie um eine Community rund um deinen Podcast aufzubauen? Was tust du genau dafür? (Spoiler: Podcastfolgen veröffentlichen zählt nicht dazu, auch wenn es natürlich der wichtigste Bestandteil ist, um überhaupt eine Podcast-Community aufbauen zu können.)

Es geht mir vielmehr um die Frage: Wie machst du deinen Podcast bekannter und sorgst dafür, dass deine Hörer zu Abonnenten werden und vielleicht sogar zu Kunden. Je nachdem, ob du überhaupt ein eigenes Angebot hinter deinem Podcast hast. Was hast du dir hierfür überlegt?

Überzeugst du schon mit Inhalten? Oder probierst du dich noch aus?

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